Da machten auch die Regentropfen nichts aus. Konzentriert erklommen die Kinder steile Klettenvände und tasteten sich in schwindelnden Höhen über Balken von Plattform zu Plattform. Für ihre kleinen Geschwister war Schminken und Windrad basteln die angesagte Alternative. Und die Eltern hatten, während ihre Rasselbande gut betreut war, Zeit sich wichtigen Informationen zu widmen. 350 Personen waren zum zweiten Erlebnis- und Begegnungstag für kinderreiche Familien aus allen Teilen des Erzbistums nach Bamberg eingeladen worden. Das Programm, das von Erzbischof Ludwig Schicks Stiftung "Kinderreich" und dem Familienbund der Katholiken finanziert wurde, sollte den Familien Anerkennung und Wertschätzung ihres Lebensweges vermitteln.
Auf dem Geländes des Josefsheims am Jakobsplatz in Bamberg tummelten sich fast 200 Kinder. Die Buben und Mädchen aus kinderreichen Familien hatten beim Begegnungstag ihren Spaß. Auch ein Zauberer forderte den Nachwuchs.
Anlässlich des „Tags der kinderreichen Familien“ in der Erzdiözese hat Erzbischof Ludwig Schick die Politik zu mehr finanzieller und struktureller Unterstützung für Familien mit vielen Kindern aufgerufen. So solle das Ehegattensplitting beibehalten und das Kindergeld erhöht werden. Er beklagte zudem in der Sozialversicherung eine eklatante Gerechtigkeitslücke zu ungunsten von Eltern und Kindern.
Bamberg. (bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die derzeit geltenden Mehrwertsteuersätze als sozial unausgewogen kritisiert. „Es darf nicht sein, dass Hundefutter oder eine Hotelübernachtung nur mit sieben Prozent besteuert wird, dagegen Kinderkleidung und Windeln mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet werden.“
Bamberg. (bbk) Die Familienstiftung „Kinderreich“ von Erzbischof Ludwig Schick hat Zuwendungen in Höhe von 38.000 Euro an bedürftige Familien und Projekte vergeben. Die symbolische Übergabe der von einem Kuratorium beschlossenen Hilfsmaßnahmen fand im Bischofshaus statt. Erzbischof Schick sagte, dass Kinderreichtum neben Glück und Freude leider für viele auch Probleme und Nöte bedeute. Die Stiftung wolle daher Hilfe zur Selbsthilfe bieten und dazu beitragen, dass der Wert von Kinderreichtum in der Gesellschaft wieder besser erkannt werde.
Bamberg. (bbk) Am 4. Juni wird der Internationale Tag der Unschuldigen Kinder begangen. Er prangert die Gewalt gegen Kinder an, um sie weltweit zu überwinden. „Auch in Deutschland werden im Durchschnitt jede Woche drei Kinder durch Gewaltanwendung getötet. Das ist ein Armutszeugnis“, sagt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und betont: „Gewalt gegen Kinder darf nicht sein.“ In anderen Ländern, besonders in Osteuropa und anderen Kontinenten, sei die Gewalt gegen Kinder, nicht zuletzt durch Kinderhandel, Kinderprostitution und –pornografie noch erschreckender als in Deutschland. Gewalt gegen Kinder habe Wurzeln; eine der gravierendsten sei die Kinderarmut, die weltweit beseitigt werden müsse. Wenn Kinder nicht im Bewusstsein der gesamten Gesellschaft als kostbare Schätze gesehen würden, die man behüten und beschützen und denen man alles Gute zukommen lasse müsse, sei der Boden für Gewalt gegen Kinder bereitet.
Bamberg. (bbk) Die Rainer Winter Stiftung aus Fürth hat seit 2007 für die Stiftung Kinderreich von Erzbischof Ludwig Schick knapp 140.000 Euro gespendet.
"Da machen Sie ja eine richtig wichtige und heilige Arbeit“, freute sich Erzbischof Ludwig Schick, als eine Delegation aus den Werkstätten St. Joseph mit einem Körbchen „Bambolarios“ im Bischofshaus vorbeischaute. Denn seit 2009 werden die Heiligenarmbänder mit den Bamberger Heiligen in den Werkstätten St. Joseph in Michelau von Menschen mit unterschiedlichster Behinderung hergestellt.